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Vorbereitung des Patienten zur  Allgemeinanästhesie bei planmäßigen Behandlungen

Viele Behandlungen und manche Elemente der klinischen Untersuchung  müssen (oft wegen der Probleme mit der Beherrschung des Patienten ) in Allgemeinanästhesie stattfinden, die umgangssprachlich „Narkose” genannt wird. Jede Betäubung ist mit einem gewissen Risiko verbunden, was man nicht vergessen soll. Dies betrifft insbesondere Tiere im fortgeschrittenen Alter. Um dieses Risiko zu minimalisieren, ist das Tier auf die Betäubung entsprechend vorzubereiten, und zwar:

Vor der Betäubung darf das Tier 12 Stunden lang nichts zum Essen und 8 Stunden lang nichts zum Trunken bekommen (bei jüngeren Tieren kann diese Zeit entsprechend auf 6 und 4 Stunden gekürzt werden). Dies ist sehr wichtig, weil:

  • - es bei satten Tieren oft zu Erbrechen kommt, was mit dem Verschlucken droht, was eine
  •   große Gefahr für  dass Tier darstellt;
  • - durch die Verdauung das Kreislauf  zusätzlich belastet wird;
  • - sich die Wirkung der Betäubung  verzögern kann;
  • - wenn die Behandlung im Bereich der Bauchhöhle ausgeführt wird (z.B. Sterilisierung) und das
  •   Tier kurz davor gegessen hat, so kann der Stuhldrang am nächsten Tag bei frischen
  •   Wunden besonders schmerzhaft sein.

Rausgehende Tiere sind in der Nacht vor der Behandlung in einem geschlossenen Raum zu halten.

Tiere, die sich zu Hause aufhalten, sind in Begleitung des Inhabers auszuführen.  

Aufwachen aus der Betäubung

  • Während der Allgemeinanästhesie und während des Aufwachens sind die Funktionen des Organismus des Tieres beeinträchtigt. Es kommt vor, dass das Tier erregt und  überempfindlich gegen Berührung, Geräusche und Licht ist. Bei solchen Tieren ist besondere Vorsicht walten zu lassen, weil sie oft ihre Besitzer nicht erkennen. Sie verstehen nicht, was mit ihnen geschieht  und können sogar angreifen.
  • Die Körpertemperatur ist gesunken, deswegen ist dem Tier ein warmer, trockener und schattiger Platz  zur Erholung und zur Regeneration sicherzustellen. Das Bett soll sich auf dem Fußboden befinden, weil das Tier seine Bewegungen  noch nicht ganz kontrollieren kann.
  • Manchmal jammert oder winselt der Patient beim Aufwachen. Dies ist durchaus nicht durch den Schmerz verursacht, weil die Tiere nach der Behandlung Schmerzmittel bekommen.

Ernährung und Bewegung des Patienten

  • Nach der Behandlung soll das Tier am selben Tag nichts zum Essen bekommen. Wenn es anfängt zu gehen  und das Bewusstsein wiedererlangt, kann man ihm eine kleine Menge Flüssigkeit geben, Dies muss beachtet werden, weil dem Tier immer noch Erbrechen drohen, die in seinem Zustand zu einem gefährlichen Verschlucken führen können. Die Erste Nahrung soll flüssig und leicht verdaulich sein.
  • Nach der Behandlung, wenn das Tier seine Kräfte wiedererlangt, soll es nicht alleine rausgehen. Man soll rasche Bewegungen und übermäßiges Spielen vermieden.

Sehr wichtig ist die Anwendung eines Schutzanzugs oder Schutzkragens, damit das Tier die Operationswunden nicht kratzten oder auslecken kann, weil dies mit dem Platzen der Nähe und mit der Reoperation droht.